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Förderschwerpunkt: Sprache

Bei Schüler*innen im Förderschwerpunkt Sprache ist die Entwicklung in Bereichen wie Artikulation, Wortschatz, Grammatik oder kommunikativer Teilhabe deutlich beeinträchtigt. Sprachsensible Materialen und Visualisierungen ermöglichen diesen Schüler*innen die Teilhabe am Unterricht.

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Förderschwerpunkt Sprache: Unterricht gestalten, Teilhabe ermöglichen

Im Unterricht kann Sprache zur Hürde werden, obwohl Kinder fachlich mitdenken, neugierig sind und lernen möchten. Wenn sprachliche Fähigkeiten beeinträchtigt sind, wirkt sich das auf Mitarbeit, Leistungsnachweise und Selbstvertrauen aus. Für Sie als Lehrkraft bedeutet das: Sie brauchen Wege, mit denen Schüler*innen im inklusiven Setting Schritt für Schritt besser verstehen, sich mitteilen und im Unterricht sichtbar werden können – ohne Druck, aber mit klarer Richtung und passenden Strukturen.

Sprachsensibel planen: mit visueller Unterstützung

Ein sprachsensibler Unterricht beginnt nicht bei separaten Arbeitsblättern, sondern bei der Frage: Wie können Anforderungen so gestaltet werden, dass alle wissen, was zu tun ist? Je klarer der Rahmen, desto effektiver das Lernen.
Bewährte Bausteine sind:

Förderbedarf Sprache: Wortschatz und Grammatik im Alltag üben

Viele Lehrkräfte wünschen sich Materialien, die Sprachförderung nicht aus dem Fachunterricht herauslösen, sondern sie in diesen integrieren. Wortschatz und Grammatik lassen sich besonders gut festigen, wenn sie in handlungsnahen Mini-Aufgaben auftauchen und häufig wiederkehren.
Ideen für Ihren Unterricht:

Arbeiten Sie mit Wiederholungen. Ein Begriff taucht heute in einer Sortieraufgabe auf, morgen in einem Lückensatz, später in einer Erzählaufgabe. So entsteht Stabilität, ohne Langeweile.

Sprechen ermöglichen: Aussprache, Atmung und Sicherheit

Manche Schüler*innen sprechen ungern, weil sie negative Erfahrungen gemacht haben, sich ihrer von der Norm abweichenden Aussprache bewusst sind oder weil Sprechen in bestimmten Situationen schwerfällt. Eine wertschätzende Sprechkultur ist deshalb genauso wichtig wie die Übungen selbst.
Kleine Routinen, die sich gut in den Unterricht einbauen lassen:

Lassen Sie bei Bedarf auch alternative Antwortwege zu. Die Schüler*innen können Dinge auch zeigen, legen, markieren, schreiben, zeichnen. Sprechen darf wachsen, muss aber nicht die einzige Form der Kommunikation sein Gerade bei Stottern oder Sprechblockaden gilt: Druck kann die Situation verschlechtern. Planen Sie vorhersehbare Sprechanlässe, geben Sie Wahlmöglichkeiten und akzeptieren Sie nonverbale Beteiligung als echte Leistung.

Sprachentwicklung fördern: In kleinen Schritten ans Ziel

Im Förderschwerpunkt Sprache ist es oft hilfreich, Fortschritte in kleinen Schritten sichtbar zu machen. Das entlastet Sie in der Planung und gibt Schüler*innen Erfolgserlebnisse, die tragen. Praktische Ansätze:

So entsteht Unterricht, der echte Teilhabe ermöglicht: mit sichtbaren Strukturen, guten Sprechanlässen und einem Klima, in dem Schüler*innen Sprache als Werkzeug erleben dürfen – nicht als Prüfung.